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Die Geschichte der Jugendgruppe Alles begann mit einem Bauwagen. Dieser Bauwagen war sozusagen die Keimzelle dieses „Holzpalastes“. Dort trafen sich vor über fünf Jahren zum ersten Mal Jugendliche, um dort gemeinsam die Abende zu verbringen, wenn sie nicht gerade in den umliegenden Gemeinden eine Veranstaltung besuchten. Eine Gruppe von zirka zehn Jugendlichen baute auf eigene Kosten und Verantwortung den Wagen um und hatte bald einen Treffpunkt, der daraufhin oft die gesamten Wochenenden frequentiert war. Leider nutzte diesen Bauwagen nur ein kleiner Teil der Jugendlichen unserer Gemeinde. Als diese Jugendlichen volljährig wurden, fuhr man an den Wochenenden dann auch zu Festen in der weiteren Umgebung und der Bauwagen verlor so zusehends an Bedeutung. Viele derer, die an der Schaffung unseres neuen Jugendraums beteiligt waren, gingen früher auch zu dem damaligen Treffpunkt, der zuletzt am Rand des Aussiedlerhofs von Franz Baier geparkt war. Es wurde Musik gehört, Karten gespielt und über die verschiedensten Dinge geredet. Es gab es schon vor 20 Jahren das Bestreben der damaligen Jugendlichen einen Raum zu schaffen, wo sich die Dorfjugend treffen konnte. Zur gleichen Zeit wurde in Gunningen das alte Milchhäuschen zu einem Jugendtreff umgebaut. Da die Jugendlichen damals nach mehrmaligen erfolglosen Versuchen ihre Segel strichen, gingen diese dann immer in den Jugendtreff der Nachbargemeinde und trugen so wahrscheinlich unbewusst zur „Völkerverständigung“ dieser beiden Gemeinden bei. Ein Beispiel dafür ist, dass einige junge Erwachsene aus Durchhausen Mitglieder der dort ansässigen Jugendgruppe sind. Gefragt nach einer beispielhaft geführten Jugendgruppe, gab ich deshalb in einem Zeitungsinterview - ohne lange zu überlegen - die JG Gunningen an. Diese besteht nunmehr seit über 25 Jahren, was nur durch eine gute Organisation und Mitglieder zu erreichen ist, die bereit sind sich für die Belange der Gemeinschaft einzusetzen. Aus diesem Grund freute es mich bei der Feierstunde zu unserem ersten Spatenstich ganz besonders, als mir Markus Ganter, der derzeitige erste Vorstand der JGG, symbolisch eine Maurerkelle überreichte und anbot, dass einige seiner Mitglieder einen Arbeitsdienst ableisten könnten. Bevor es aber zu diesem ersten Spatenstich kommen konnte, waren einige organisatorische Hürden zu meistern. Der Funke, der unseren gemeinsamen Wunsch entfachte, waren zwei Jugendliche, die in einer Gemeinderatssitzung die Frage nach einem Jugendhaus stellten. Es wurden mehrere Helfer für ein Planungsteam rekrutiert, das schon bald aus zehn Mitgliedern unterschiedlichen Alters bestand. Nach mehreren Gemeinderatssitzungen, in denen wichtige Beschlüsse zu dem Bauvorhaben gefasst wurden, fiel die Entscheidung letztendlich auf einen kompletten Neubau in Holzständerbauweise. Im Vorfeld hatte man zunächst eine Lösung mit verbundenen Baucontainern, sowie den Umbau des „Bühler-Hauses“ aufgrund verschiedener Gründe ausgeschlagen. Am 24. März fand dann der Spatenstich statt, zu dem sich viele Jugendliche aber auch Senioren einfanden und so ihr Interesse an diesem Bauvorhaben bekundeten. Es folgten lange Samstage, bei denen viele freiwillige Helfer ihre Freizeit für das gemeinsame Ziel opferten. Alles begann mit dem Aushub des Erdreiches, später folgten das Gießen der Bodenplatte, die Aufstellung des Holz-Rohbaus, das Decken des Daches und die Montage der Dachrinnen. Am 17. September war der Außenbereich mit der Fertigstellung der Hofanlage erledigt. Im inneren Bereich folgten die Eindämmung des Daches und die Verschalung der Dachbalken mit so genannten OSB - Platten. Diese wurden gestrichen und der Boden professionell gefliest. Die Toiletten wurden eingebaut und bald darauf die Theke in Angriff genommen. Ihr seht, es war ein großes Stück Arbeit und ein langer Weg, bis wir an dem Punkt angelangt sind auf dem wir heute stehen. Aber nicht nur auf der Baustelle waren wir präsent. Auch bei einer Brennholzversteigerung, bei dem traditionellen Maihock, dem diesjährigen Dorfturnier und der Kandidatenvorstellung unseres erfreulicherweise wieder gewählten Bürgermeisters Erwin Link, die erst kürzlich stattgefunden hat, übernahmen wir die Bewirtung, um etwas Geld in die noch knappe Vereinskasse zu spülen. Jetzt, da die Bauphase beendet und unser gemeinsamer Traum wahr geworden ist, werden wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen und es so weit kommen lassen, dass eines Tages dieses Haus leer stehen wird. Zunächst steht selbstverständlich die Pflege der Gemeinschaft im Vordergrund. Hierbei werden alle Mitglieder - also ihr alle - aufgefordert sein, sich durch Arbeits- und Wirte-Dienste daran zu beteiligen. Bitte tragt euch hierzu noch in die Liste ein, die dort über dem Feuerlöscher hängt. Es sind aber auch weitergehende Veranstaltungen geplant. Von einer besonders großzügigen Spende haben wir uns einen Projektor gekauft, der sich nun über euren Köpfen befindet und den man für verschiedenste Zwecke nutzen kann. Dieses Gerät wird aber nicht nur als schlichter Fernseher-Ersatz gebraucht werden, sondern soll auch als Medium für verschiedene Vorträge der Jugendhilfe dienen. Es wäre also möglich im Jugendhaus auch Infoabende zu verschiedenen Themen abzuhalten. Natürlich sind auch Ausflüge, Filmabende oder Gaudi-Turniere geplant, durch die wir das Gemeinschaftsgefühl innerhalb unseres Vereins stärken wollen. Wir können nicht genug „danke“ sagen für das, was uns von Seiten der Gemeinde ermöglicht wurde. Ein so tolles Haus wäre ohne die Unterstützung des Gemeinderates nicht möglich gewesen, was uns voll und ganz bewusst ist. Aber auch die Verdienste unserer Helfer und unserer Mitglieder hatten ihren Anteil daran, dass wir heute mit Stolz in diesem Haus stehen können. |
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